Mountain waves

3–4 m/s steigen bis 4300 m, dann mit Tempo 120 km/h über den Jaunpass Richtung Bern – fast wie ein Segelflieger. Je begeisterter Chrigel Maurer von seinem Flug in der Leewelle erzählt, desto mehr mahnt Meteorologe und Föhnexperte Micha Schultze zur Vorsicht.

Neben der grossräumigen Zirkulation der Luftmassen (von Hoch- zu Tiefdruckgebieten) und den thermisch angeregten kleinräumigen Zirkulationen (See- und Landwind, Berg- und Talwind) entstehen in der Troposphäre auch topographisch bedingte, mechanisch verursachte Zirkulationen mittlerer Grösse. Gemeint ist die Reibungswirkung der Erdoberfläche auf die horizontalen und vertikalen Bewegungen in der Atmosphäre. Den grössten Einfluss bewirken Gebirge und Inseln, die bei vorgegebener Anströmung, das heisst bei Vorhandensein eines grossräumigen horizontalen Luftdruckgradienten über- oder umströmt werden müssen. Die Wirkung dieser Hindernisse auf die Strömung hängt aber auch von den Eigenschaften der Strömung selbst ab, zum Beispiel der Stabilität ihrer vertikalen Schichtung.

Abb. 1: Wellenstruktur einer Resonanzwelle, verursacht durch ein Gebirge. Ist in der Höhe genügend Feuchtigkeit vorhanden und die vertikale Hebung im Wellenberg ausreichend, entstehen Lenticularis-Wolken.

Abb. 2: Bastia auf der Insel Korsika: Blick Richtung Norden. Langgestreckte Lenticularis im Lee der Insel, verursacht durch eine kräftige Westwindströmung. Im Schatten unter der Wolke sind vereinzelt Kumuli zu erkennen, die teilweise den Rotor andeuten. Am Horizont sind verbreitet Kumuli zu erkennen, die nördlich vom Inselrand liegen und somit nicht von der Hinderniswirkung der Insel betroffen sind.

Abb. 3: VIS Satellitenbild, aufgenommen vom Satellit Terra am 20. Mai 2003. Die Leewellen sind in der rechten Bildhälfte zu erkennen und befinden sich nördlich der Azoren. Die Ausdehnung dieser Leewellen beträgt ca. 1000 km, wobei das Hindernis in diesem Fall nicht ein Gebirge, sondern eine Windscherung ist.
Abb. 4: Wellenstruktur einer Ausbreitungswelle. Diese kann aufgrund ihrer Amplitude bis in die Stratosphäre hineinreichen und wird unter Segelfliegern für Rekordhöhen- und Distanzflüge genutzt.

Wellen und Wirbel
Haben wir es mit einem langgestreckten Höhenzug, wie zum Beispiel den Alpen oder einer Insel mit einer gewissen Länge zu tun, kommt – zumindest was die zentralen Teile anbelangt – bei entsprechender Anströmung nur eine Überströmung in Frage. In den Alpen sind die Auswirkungen auf die Strömung abhängig von
a) der Höhe und der Form der Topographie an der betreffenden Stelle,
b) der Stärke und der Form der Strömung (vertikales Windprofil) und
c) der thermischen Schichtung (stabil oder labil) der anströmenden Luft.
Auf der Luvseite der Alpen entsteht durch die erzwungene Hebung oft Staubewölkung. Diese kann aber bei mangelnder Luftfeuchtigkeit auch ausbleiben. Auf der Leeseite können Wellen und Wirbel mit horizontaler Achse entstehen. Die Wellen werden dann häufig als Leewellen, die Wirbel als Rotoren und diese Überströmung der Alpen als Föhn bezeichnet. In Abbildung 1 ist die Struktur dieser Wellen zu erkennen und grau markiert die Gebiete der Welle, wo das Hebungskondensationsniveau (Wolkenbildung) erreicht wird. Die Wellenberge sind häufig an den typischen mittelhohen und hohen linsenförmigen Lenticularis-Wolken, den so genannten Föhnfischen zu erkennen. Die horizontale Achse der Welle ist oft nicht einfach vorstellbar, da die Lenticularis-Wolken meistens eine geringe horizontale Ausdehnung haben. In Abbildung 2 wird die Insel Korsika von einem starken Westwind überströmt, wobei eine langgestreckte Lenticularis-Wolke entsteht. Hier kann man sich die horizontale Achse der Welle einfacher vorstellen. Im Schatten unter dieser ufoförmigen Wolke sind kleine Kumuli zu erkennen, die Teile des (niedrigeren) Rotors andeuten. Am Horizont sind Kumuli zu erkennen, die weiter entfernt als der (nördliche) Rand der Insel liegen und daher nicht von der Hinderniswirkung der Insel beeinflusst werden. Die Ausbildung von Leewellen und Rotoren wird begünstigt
a) durch eine starke Anströmung des Gebirges, unter
b) einem möglichst rechten Winkel zum Gebirgskamm bei
c) starker Windzunahme mit der Höhe und
d) ausgeprägter vertikaler Stabilität in allen durch die Hinderniswirkung betroffenen Schichten.
Hinter kräftig angeströmten, hoch aufragenden Hindernissen, die nicht überströmt, sondern umströmt werden, beobachtet man vielfach Wirbel mit vertikaler Achse. Diese lösen sich nach gewisser Zeit vom Hindernis und driften mit der überregionalen Strömung davon, während am Hindernis periodisch neue Wirbel entstehen. Diese Wirbelstrassen – im Fachjargon als Karmansche Wirbelstrassen bezeichnet – sind wegen ihrer Wolkenwirbelstruktur oft auf Satellitenbildern an steil aufragenden Vulkaninseln wie zum Beispiel den Kanarischen Inseln zu beobachten.

Entstehung von Leewellen
Leewellen benötigen eine stabile Schichtung. Wird nämlich in einer stabil geschichteten Atmosphäre ein Luftpaket durch eine Störung aus seiner Gleichgewichtslage vertikal ausgelenkt, entsteht eine Rückstellkraft, die das Luftpaket in seine Ausgangslage zurück beschleunigt. Aufgrund seiner Trägheit schiesst aber dieses Luftpaket über die Gleichgewichtslage hinaus, und der Vorgang wiederholt sich periodisch. Über diesen Schwingungsvorgang entsteht in der Strömung schliesslich ein Wellensystem, das mehrere hundert Kilometer Ausdehnung haben kann (Abb. 3).
Vorteilhaft ist, wenn die stabile Schicht oberhalb der Kammhöhe des Gebirges liegt. Die Windrichtung ist dann besonders günstig, wenn das Strömungshindernis senkrecht oder zumindest innerhalb eines Sektors mit ±30° (maximal ±45°) dazu angeströmt wird. Der untere Grenzwert der Windgeschwindigkeit liegt für die Alpen bei 10 bis 15 m/s (35 bis 55 km/h).
Leewellen können prinzipiell zu jeder Jahreszeit auftreten. Wegen den höheren Windgeschwindigkeiten und der stabileren Schichtung im Winterhalbjahr ist jedoch die Häufigkeit von Leewellenbewölkung in Europa im Dezember und Januar am grössten.

Wellentypen
Je nachdem, ob sich die Wellenenergie in der Vertikalen oder Horizontalen ausdehnt, werden zwei Grundtypen von Wellen unterschieden. Meistens treten Leewellen jedoch als Mischformen der beiden Wellentypen auf. Bei der in Abbildung 1 dargestellten Welle spricht man von Resonanzwellen. Sie ist gekennzeichnet durch viele hintereinander liegende Wellenschwingungen (bis zu 20 oder mehr). Die Wellenlängen betragen im Allgemeinen 5 bis 15 km und reichen bis in eine Höhe von 3 bis 5 km, da sie zwischen dem Erdboden und dem Bereich mit der maximalen Windgeschwindigkeit, der die Wellenenergie reflektiert, quasi «gefangen» sind.
In Abbildung 4 ist der zweite Typ, die so genannte Ausbreitungswelle dargestellt. Sie kann aufgrund ihrer Amplitude bis in die Stratosphäre hineinreichen, ist stromab stark gedämpft und hat daher nur wenige oder keine sekundäre Wellen. Die Linien gleicher Wellenphase sind gegen die Strömung geneigt, und die wenigen Wellenlängen sind deutlich grösser als bei der Resonanzwelle. Dieser Wellentyp ist oft gekennzeichnet durch eine einzelne, sehr hohe dachartige Wolke, deren Vorderkante parallel zur Bergkette verläuft.

Segelflieger
Deutsche Segelflieger entdeckten schon 1933 die Aufwindäste dieser Wellen, um Höhe zu gewinnen. Bereits 1937 wurden mit Segelflugzeugen in Leewellen Höhen über 7000 m erreicht. Die bisher grösste mit einem Segelflugzeug erreichte Höhe wurde 1989 in den Leewellen der Sierra Nevada (USA) mit knapp 15000 m registriert. Die bisher weitesten Streckenflüge von über 2000 km wurden ebenfalls überwiegend in Leewellen über Neuseeland geflogen. Wolkenbeobachtungen und Berichte von Jetpiloten zeigen, dass Wellenströmungen bis in Höhen von über 30 km reichen können. Meteorologisch ist es denkbar, dass Segelflugzeuge auch wandernde Wellen im Bereich von Jetstreams nutzen können.

Gefahren
Die grösste Gefahr für Segelflugzeuge sind die Rotoren und die damit verbundenen, starken vertikalen Windscherungen und Turbulenzen. Diese müssen umflogen werden, um in den aufsteigenden Ast einer Welle zu gelangen. Berichte von Segelfliegern reichen von stärksten Turbulenzen bis zu Abstürzen wegen beschädigten Fluggeräten. Es ist daher nur den erfahrenen Segelfliegern vorbehalten, den Wellenflug auszuüben. Sobald die Welle erreicht ist, betragen die Vertikalgeschwindigkeiten im Allgemeinen 2 bis 6 m/s. Aber auch schon Extrema von 15 m/s wurden berichtet. Die quasi laminare Wellenströmung wird im Allgemeinen als sehr ruhige, turbulenzarme Aufwindzone beschrieben.
Der Versuch, mit dem Gleitschirm bewusst in eine Leewelle einzufliegen, muss aufgrund der Turbulenzen und den unter Umständen böigen starken Fallwinden als lebensgefährlich bezeichnet werden. Zudem sind Leewellen in den Alpen meist nur bei deutlich ausgeprägten Föhnlagen anzutreffen. Hängegleiter sind bei Föhn immer erhöhter Gefahr ausgesetzt, und der Ausgang eines klaren Föhnflugs wird (meistens) nicht nur vom Piloten selbst bestimmt.

Micha Schultze

Wellenflug mit dem Gleitschirm
Mittwoch den 7. Mai, kein besonders guter Thermiktag, aber doch ein ganz besonderer. Eine Inversion auf 1500 m, die dichteren Zirrenfelder und der mässige Südwind machten es mir nicht leicht, vom Niesen nach Adelboden zu fliegen. Am Startplatz liess mich der dynamische Aufwind nur wenige Meter über das Dach des Restaurants schweben. So flog ich gleich los, der Niesenkette entlang bis zum Albristhorn. Leider hatte ich immer ein bisschen Gegenwind, auch konnte ich keine richtige Thermik drehen. Im Hangaufwind konnte ich jedoch meistens geradeaus fliegen, und so war das Albristhorn in einer Stunde erreicht. Von dort aus über den Lavey und Hahnenmoos zum Metsch in der Lenk. Der Windsack zeigte dort Bise, «es könnte aber auch der Talwind sein», dachte ich mir. Bei der Abrisskante beim Guetfleck-Skilift fand ich dann auch gute Thermik, welche mich mit 3–4 m/s bis auf 2600 m trug. Dann weiter an die nächste Kante, zuhinterst in der Lenk. Dort ging es wieder in einem schönen 2 m/s-Schlauch nach oben. Auf ca. 3000 m bemerkte ich den Südwind, welcher mich in der Thermik nach Norden zu versetzen begann. Kurz darauf entstand genau über mir eine Wellenwolke. Hurra, ich bin in einer Welle! So flog ich nun gegen den Wind, und es stieg ganz gemütlich weiter. Das GPS zeigte mal 5 km/h vorwärts, mal 5 km/h rückwärts. Auf 4100 m wurde das Steigen immer schwächer, und der Wind immer stärker. So schoss ich noch ein paar Fotos und verpflegte mich mit Wasser und einem Balisto-Riegel. Ich konnte es richtig geniessen, denn es war so ruhig wie ein Gleitflug im Herbst!
Eigentlich wollte ich nach Gstaad und zurück nach Mülenen, doch der Wind aus Süden liess dies nicht zu. So flog ich eben gerade das Simmental hinunter. Nach ca. 7 km begann es wieder zu steigen. Aha, die zweite Welle? Sofort den Schirm wieder gegen den Wind stellen und gemütlich mit 3 m/s in die Höhe steigen. Auch entstand gleich wieder eine neue Wolke, genau über mir. Es war auch wieder so schön ruhig. In dieser Welle war der Wind noch ein bisschen stärker, denn ich flog mit ca. 10 km/h rückwärts. Auf 4250 m war aber auch diesmal wieder Schluss mit Steigen, und so flog ich über Zweisimmen mit Vollgas weiter Richtung Jaunpass. Jetzt war die Geschwindigkeit sehr interessant. Sie betrug nämlich stellenweise über 100 km/h – natürlich auch, weil ich noch im Gas stand. Dann, über dem Jaun, nochmals steigen, wieder umdrehen, acht Minuten warten und schon wieder 4300 m. Dies war die höchste Höhe des heutigen Flugs. Auch konnte ich anschliessend vom GPS die höchste Geschwindigkeit über Grund ablesen, die ich jemals mit meinem UP Targa geflogen bin: Konstant über 115 km/h und max. 122 km/h. So flog ich dann dahin, genau mit dem Wind, Richtung Norden (Bern). Nach diesem schönen, schnellen Gleitflug dann über Riggisberg wieder harte Realität: Gegenwind, stabil und nur noch kleine Hügel. Nach längerem Suchen nach steigender Luft war der Boden schon da, und ich landete nach 75 km sanft neben einer Strasse

Chrigel Maurer 

 

Kommentar zum Wellenflug vom 7. Mai 2003
In diesem Jahr ist es (vermutlich zum ersten Mal) gelungen, mit dem Gleitschirm einen Wellenflug durchzuführen. Da ein Wellenflug eine Föhnlage als notwendige Bedingung voraussetzt, wird dieser Flug vermutlich bei vielen auf Unverständnis stossen und die Diskussionen anregen. Es ist mir daher ein Anliegen, die meteorologischen Fakten an diesem Tag in Erinnerung zu rufen. Am Morgen um 9 Uhr waren in den Textprognosen folgende (hier nur aufs Wesentliche gekürzte) Wetterberichte zu lesen:
SMA: In der Höhe fliessen mit schwachen südwestlichen Winden weiterhin warme und recht trockene Luftmassen zur Schweiz... über den Alpen schwacher Süd- bis Südwestwind...
Meteonews: Am Nachmittag zunehmend Quellwolken... Auf den Bergen schwacher Südostwind... Im Wallis leichte Föhntendenz...
SFDRS: Über den Bergen einige Quellwolken... Auf den Bergen mässiger Wind aus südlichen Richtungen...
Meteotest: Dem Alpenkamm entlang bleibt es föhnig...
Alle Prognosen enthielten: Vorwiegend sonnig, dünne hohe Wolkenfelder oder ähnliches. Alle meldeten Bise fürs Mittelland, was zutraf. Die Prognosen beinhalten einerseits Winde aus südlichen Richtungen, die schwach bis mässig sind (zum Teil mit und zum Teil ohne Föhntendenz). Andererseits ist von Quellwolken in den Bergen die Rede.
Was jetzt, ein Föhntag oder ein Thermiktag mit Quellwolken? Nach meinen Untersuchungen sahen die Daten am Morgen so aus, als könne sich der Tag entweder in einen Föhntag oder in einen Thermiktag entwickeln.

Thermikbegünstigende Faktoren (am Morgen)

  • Thermikcheckliste hat 4 bis 6 Minuspunkte. Luftdruck, Sicht, Bewölkung und Niederschlag sind optimal.

  • Die Radiosonde 00 UTC zeigt Bise bis fast 2000 m, darüber relativ schwachen Südwind.

  • Optimaler Temperaturgradient zwischen 800 und 1600 m, als auch zwischen 2000 und 2800 m.

  • Hohe Maximaltemperaturen in den Prognosen (25 bis 28°)

  • Windpfeile sind von der Stärke her okay. Deuten zwar den Südwind an, aber nicht kritisch.

  • Optisch: relativ klarer, blauer Himmel.

Föhnbegünstigende Faktoren (am Morgen)

  • Druckdifferenz: Locarno - Zürich: 2 hPa; Interlaken - Comprovasco:

  • um 3 hPa.

  • Südwind in der Höhe (allerdings relativ schwach).

  • ETA (Wettermodell) prognostiziert bis 17 Uhr eine Zunahme der Druckdifferenz auf 4 bis 6 hPa, vor allem für die Ostschweiz und fürs Wallis.

  • LM (Wettermodell) prognostiziert für Locarno - Zürich eine Zunahme bis 4 hPa.

In der Vergangenheit haben sich diese Wetterlagen in eine der folgenden Richtungen entwickelt:
a) Für föhnanfällige Regionen in einen Föhntag, für die restlichen in einen relativ guten Thermiktag
b) Für alle Regionen in die Föhnrichtung, d.h. keine oder schlechte Thermik auch in den nicht anfälligen Gebieten
c) Für alle Regionen in einen kritischen Föhntag mit Föhndurchbruch.

Der 7. Mai hat sich am Vormittag von b) bis zum Nachmittag in c) entwickelt.
In den Vormittagsstunden bricht der Föhn im Wallis durch. Kurz danach im Rheintal bis Chur. In Meiringen um 11 Uhr. In Altdorf erst um 13 Uhr, dann auch im Wallis bis Sion. In Engelberg um 15 Uhr. Brienz hat um 15 Uhr noch keinen Föhn. Um 16.30 Uhr meldet Interlaken Föhn und kurz danach auch Glarus und Vaduz. Lenk meldet ganztags Wind aus Bergwindrichtung. Die Temperaturen erreichen in den Föhntälern 30 bis 31°. Die Böenspitzen auf den Pässen und in den Tälern erreichen Werte zwischen 50 und 80 km/h. Die Druckdifferenzen sind für die meisten Regionen am Nachmittag um 14 Uhr um die 4 hPa gewesen (Wallis mehr). Zwischen Domodossola und Interlaken ist die Druckdifferenz um 17 Uhr auf 7 hPa angestiegen. Über den Walliser Hochalpen beträgt die Luftdruckdifferenz 8 bis 9 hPa. Die labile Schichtung hat dem Föhn zusätzlich geholfen, in die Täler durchzugreifen.
Fazit: Die Wettermodelle und -frösche haben diesen deutlichen Föhntag nicht prognostiziert. Im Berner Oberland hat aber der Blick in den Himmel zunehmend geschliffene Wolken gezeigt. Zwischendurch sind Wellen zu erkennen gewesen, allerdings sehr selten schöne Lenticularis-Wolken. Nie sind Quellwolken zu sehen gewesen. Dies sind draussen die einzigen Anzeichen gewesen, dass sich der Tag in einen Föhntag entwickelt.

Micha Schultze

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